Im Test: Kathrein UFS 810 plus - kleiner Zappingreceiver in der DIGITALfernsehen

Der kleine UFS 810 plus ist ein zuverlässiger, funktional ausgestatteter Zappingreceiver

Mit dem UFS 810 plus hat der Rosenheimer Hersteller Kathrein Digital Systems einen Einstiegsreceiver im Portfolio, der neben dem Empfang digitaler Satellitenprogramme in Standard und hochauflösender Qualität auch die Aufzeichnung selbiger beherrscht. Wir haben das Gerät einen Test unterzogen.

HDTV ist längst die Standardauflösung in Deutschland und wer ein neues Gerät benötigt, kommt um einen HDTV-Receiver nicht mehr herum. Allerdings sorgt das gerade bei Nutzern mit älteren TV-Geräten oft für Probleme, da die meisten modernen Receiver an ihnen nicht problemlos anschließbar sind. Beim UFS 810 plus ist dies anders.

Ausstattung

Der kleine HDTV-Zapper ist sehr funktional ausgestattet. Während ein Display in Form einer vierstelligen Siebensegmentanzeige vorhanden ist, muss auf Bedienelemente komplett verzichtet werden. Auf der Rückseite befindet sich der Satellitenantennenanschluss, der allerdings nicht durchgeschleift ist. Des Weiteren findet sich ein HDMI-Ausgang, ein analoger Scartanschluss sowie eine USB-Buchse. Das Netzteil ist fest integriert, ein fest verbautes Netzkabel mit Eurostecker kann direkt in die Steckdose gesteckt werden.

Installation

Das Gerät wird komplett vorinstalliert für Astra auf 19,2 Grad Ost ausgeliefert. Somit heißt es auspacken, anschließen und fernsehen. Einzig wer die Box nicht auf Astra nutzen will oder die deutsche Sprache nicht beherrscht hat das Nachsehen und muss sich im Menü durch die Einstellungen navigieren.

Im Betrieb

Lob verdient die praktische Auswahl der vorsortierten, aktuell gehaltenen Kanallisten, die ein späteres Umsortieren erübrigen. Selbstverständlich lassen sich daneben aber trotzdem Favoritenliste nach eigenen Vorstellungen befüllen. Acht solcher Favoritenlisten stehen hierzu zur Verfügung, aber auch die Hauptliste kann natürlich individuell angepasst werden. Im Zappingbetrieb punktet die Kathrein-Box: Schnelle Umschaltzeiten von rund 1,25 Sekunden und das übersichtliche Bildschirmdesign sorgen dafür, dass der Receiver auch von älteren Nutzern bedient werden kann. Insgesamt wirkt die grafische Bedienoberfläche angenehm frisch und die Bedienung des Gerätes ist selbsterklärend. So mussten wir während des Tests nicht ein einziges Mal die Bedienungsanleitung in die Hand nehmen.

Der EPG des Digitalreceivers ist informativ. Hier hat der Nutzer parallel sieben Sender auf einmal im Blick. Eine Einzelkanalansicht gibt es auf Knopfdruck ebenfalls. Diese wird unter dem Menüpunkt „Täglicher Modus“ erreicht. Selbstverständlich lassen sich auch Details zur Sendung aufrufen und Aufnahmen programmieren. Auch klassischen Videotext gibt es und eine Untertitelanzeige ist auf Wunsch ebenfalls möglich. Dank gutem Seitenspeicher macht das Lesen im etwas in die Jahre gekommenen Teletext mit der Box auch richtig Spaß. Aufgrund der mangelnden Netzwerkfähigkeiten des Einstiegsreceivers wird HbbTV natürlich nicht unterstützt. Gleiches gilt im übrigen auch für Pay-TV-Angebote.

Radiobetrieb

In der Regel gehen wir in unseren Tests auf den Radiobetrieb nur dann ein, wenn etwas Probleme bereitet. Doch seit der Radioumstellung der ARD im Dezember vergangenen Jahres mehren sich bei uns die Beschwerden, dass in den Haushalten befindliche Geräte mit den neuen Empfangsdaten, speziell mit dem verwendeten Codec, nicht umgehen können. Deshalb achten wir aktuell bei den Geräten besonders darauf, dass die Radioprogramme via Satellit problemlos nutzbar sind. Dem Kathrein-Gerät bereiten die neuen Empfangsparamater aber keinerlei Schwierigkeiten. Zuverlässig werden die auf zwei Transponder auf Astra verteilten Sender aufgespürt und der Kanalliste, so wie es sein sollte, im Radiomodus zugeordnet. Die Sender werden nach Auswahl fehlerfrei werden. Einziger Nachteil: In der Werksliste sind die neuen Sendeplätze noch nicht nach vorn geholt, sodass manuelle Sortierarbeit angesagt ist.

Tuner

Beim Satellitenempfang unterstützt der Markenempfänger neben dem Direktempfang auch DiSEqC 1.0 sowie Unicable und JESS. Auch DiSEqC 1.1 ist verfügbar, sodass bis zu 16 Satellitenpositionen parallel – eine entsprechende Außenanlage vorausgesetzt – gesteuert werden können. Drehanlagen werden hingegen nicht unterstützt. In der Praxis stört das aber kaum, da der UFS 810 plus wohl eher für „normales“ Fernsehen und nicht für DXer konzipiert wurde. Beim Suchlauf hat der Nutzer die Auswahl, ob über einen oder mehrere Satelliten gesucht werden soll oder ob doch der Transpondersuchlauf genügt. Zudem kann bestimmt werden, ob neben freien auch codierte Programme und Radiosender aufgespürt werden sollen. Der Kathrein-DS-Receiver wertet auch die Netzwerk-ID des Satelliten aus, sodass neue Transponder auf populären Positionen wie Astra 19,2 Grad Ost oder Hotbird 13 Grad Ost direkt aufgespürt werden. Ein Blindscan ist hingegen nicht enthalten.

PVR-Funktionen

Der Receiver erlaubt auch die Nutzung von Aufnahmefunktionen und Timeshift. Voraussetzung hierfür ist der Anschluss eines externen Datenträgers über die rückseitig angebrachte USB-Buchse. Dabei können USB-Sticks oder auch USB-Festplatten verwendet werden. Im Test arbeiten wir mit Sticks bis 256 Gigabyte und Festplatten bis 1 Terrabyte. Alle Datenträger werden ordnungsgemäß erkannt.
Der Block zur Bedienung von Aufnahme- und Wiedergabefunktionen befindet sich auf dem funktionalen Signalgeber, der den Kathrein DS dem kleinen Empfänger beilegt, im oberen Drittel. Die Direktaufnahmetaste ist wie gewohnt mit dem bekannten roten Aufnahmesymbol gekennzeichnet, wird die Taste gedrückt startet die Aufnahme unverzüglich. Während der aktiven Aufnahme ist der Kanalwechsel dank Single-Tuner nur auf dem betreffenden Transponder möglich. Somit ist der Kathrein UFS 810 plus eher für Aufnahmen in Abwesenheit geeignet. Diese lassen sich im übrigen sehr komfortabel aus dem EPG heraus programmieren. Einzig die automatische Timerverlängerung vermissen wir an dieser Stelle.

Fazit

Der kleine UFS 810 plus ist ein zuverlässiger, funktional ausgestatteter Zappingreceiver. All jene, die für den Zweitfernseher, für die Gartenanlage oder für die Gästewohnung einen Empfänger suchen, der einfach bedienbar ist, zugleich aber auch Zusatzfunktionen wie die USB-Aufnahme beherrscht, wird mit der Box bestens bedient.

PDF des Originalberichts zum Download

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